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Kasperletheater

Einwurf Kasperletheater

Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer verneigte sich verbal vor seiner Mannschaft. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge verstieg sich gar in die ultimative Lobhudelei, dass der Trainer "genial" sei. Was war passiert?

Marburg. Hatten die Bayern in einer epischen Schlacht einen grandiosen Triumph errungen? Hatten sie mit einer meisterhaften Glanzleistung einem europäischen Spitzenteam die Grenzen aufgezeigt? Nichts von alledem. In einem guten, ausgeglichenen Pokalspiel hatte der Rekordmeister gegen Leverkusen in der Elfmeter-Lotterie das Glück auf seiner Seite. Nicht mehr, nicht weniger. Zugegeben: München fehlte in Schweinsteiger, Alaba, Robben und Ribéry erlesenes Personal. Aber wer die kaum als talentlos zu bezeichnenden Lahm und Xabi Alonso, Müller, Götze und Lewandowski in Mittelfeld und Angriff aufbieten kann, muss den Fußball nicht komplett neu erfinden, um erfolgreich zu sein. Insofern ist das bajuwarische Pokal-Pathos nicht der Stoff für ein neues Helden-Epos aus der FC-Hollywood-Schmiede -sondern einfach nur albernes Kasperletheater.

von Holger Schmidt

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