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Irgendwo muss die Hand hin

Einwurf Irgendwo muss die Hand hin

Handspiel oder nicht - das ist die Frage, die an diesem Bundesliga-Wochenende wohl am häufigsten diskutiert wurde. Der Ärger der Eintracht-Fans und -verantwortlichen ist dabei berechtigt. Nach der Headset-Panne gegen Augsburg waren die Frankfurter diesmal bei der Handspiel-Panne in Gelsenkirchen die Leidtragenden.

Marburg. Einen Denkfehler machte Trainer Thomas Schaaf allerdings: Selbst wenn Schiedsrichter Markus Schmidt das Handspiel von Kaan Ayhan geahndet hätte, wäre die Eintracht nicht mit einem 3:0 in die Pause gegangen. Denn das Strafstoßtor UND der Treffer von Alex Meier wären nicht im Doppelpack gefallen, da es ja statt der Ecke vor dem Meier-Tor dann Elfmeter gegeben hätte. Es hätte also ebenfalls nur 1:0 gestanden - sofern die Frankfurter überhaupt vom Punkt in Führung gegangen wären. Richtig ist aber, dass der Strafstoß nach dem angeblichen Handspiel von Slobodan Medojevic nicht hätte verhängt werden dürfen. Denn Absicht war ihm nicht zu unterstellen und genau das ist das Kriterium, das der Weltverband Fifa in seinem Regelwerk benennt. Bis zu dieser Szene wirkten die Schalker mausetot - erst der Unparteiische belebte die Knappen mit seiner Fehlentscheidung.

Es war nicht die einzige des Wochenendes: Auch der BVB bekam nach vermeintlichem Handspiel ein Elfmetergeschenk, das er zum Glück nicht annahm. Umgekehrt hätte sich Paderborns Daniel Brückner nicht beschweren dürfen, wenn sein Handspiel geahndet worden wäre.

Von Deutschlands Spitzenschiedsrichtern erwarte ich in Zukunft mehr Fingerspitzengefühl. Sie sollten neben der Absichtsfrage bei ihren Entscheidungen immer bedenken: Irgendwo muss so ein Arm und so eine Hand ja hin.

von Holger Schmidt

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