Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Image ramponiert

Einwurf Image ramponiert

20 Minuten haben dem VfL Osnabrück zur Pokal-Überraschung gegen Zweitliga-Krösus RB Leipzig gefehlt. Mit 1:0 führte der Außenseiter an der Bremer Brücke. Dann traf ein Feuerzeug den Schiedsrichter am Kopf - und den Drittligisten ins Mark.

Marburg. Jetzt ist das Geschrei groß. Tenor im Lager der Osnabrücker: Ein einzelner Chaot hat uns um eine große Chance gebracht. Schaut man genauer hin, ergibt sich ein anderes Bild. Das gesamte Spiel über mussten sich die Leipziger, aufgrund des Red-Bull-Sponsorings gern genommene Zielscheibe der Anfeindungen von (angeblich) traditionsliebenden Fußballfans, zahlreicher Angriffe erwehren. Nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch von den Rängen. Die VfL-Verantwortlichen sind nun gefragt. Sie müssen - mit Hilfe der Polizei - nicht nur einen Einzeltäter ermitteln. Vielmehr müssen sie für eine weniger aggressive Fankultur in Osnabrück sorgen, um das nun ramponierte Image des VfL aufzupolieren.

Und mal ehrlich: Dem wahren Fußballanhänger sollten „Plastikclubs“ mit friedlichen Anhängern allemal lieber sein als Traditionsclubs mit gewaltbereiten Rowdys. Insofern haben die Chaoten von Osnabrück vielleicht genau dasGegenteil dessen bewirkt, was ihre Anfeindungen zum Ziel hatten: einen normalenUmgang mit dem Verein RB Leipzig.

von Holger Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Einwurf