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Einwurf Her damit!

Der Fußball bezieht seine Faszination auch daraus, dass nicht zwangsläufig der Bessere gewinnt. Kaum etwas macht dem Fan mehr Spaß, als wenn seine Mannschaft als krasser Außenseiter gegen den haushohen Favoriten hoffnungslos unterlegen ist und trotzdem das Siegtor schießt.

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Marburg. Problematisch und gar wettbewerbsverzerrend wird es allerdings, wenn der entscheidende Treffer irregulär zustande kommt. Das Oberarmtor von Hannovers Leon Andreasen in Köln war so ein Treffer, das Abseitstor von Stuttgarts Daniel Didavi gegen Ingolstadt ebenfalls. Völlig unverständlich ist es deshalb, dass sich der DFB gegen die Einführung des Videobeweises sperrt. Es gibt kein vernünftiges Argument, das dagegen spricht. Nicht einmal das Zeitargument. Denn die Diskussionen auf dem Platz dauern mindestens so lange, wie ein Offizieller bräuchte, um sich die strittige Szene anzuschauen und für eine klare, belegbare Entscheidung zu sorgen. Was die Diskussionen schon im Keim ersticken würde.

Andere Sportarten machen es vor. Im Eishockey, American Football oder auch im Tennis - selbst beim altehrwürdigen Wimbledon-Turnier - funktioniert es. Nur der Fußball will Aufklärung durch Verklärung verhindern. Der Videobeweis muss her!

von Holger Schmidt

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