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Hauptsache Island

Einwurf Hauptsache Island

Für den raketenhaften Aufstieg des deutschen Handballs in die Weltspitze führte DHB-Vizepräsident Bob Hanning fünf Gründe auf: Dagur,Dagur, Dagur, Dagur und nochmals Dagur.

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Marburg. Nun wird dieser Dagur, der auf den Nachnamen Sigurdsson hört, sein Dasein als deutscher Bundestrainer höchstwahrscheinlich nach der WM imJanuar beenden. Überraschend, weil er doch ein hoffnungsvolles Team in einem durchaus handballaffinen Land zu EM-Gold und Olympia-Bronze geführt hat. Und dann doch wieder nicht, weil der geradlinige Isländer dafür bekannt ist, seinen eigenen, oft eigenwilligen Weg zu gehen. Japan scheint ihm dabei – auch wegen früherer Erfahrungen als Spielertrainer – eine Herzensangelegenheit zu sein. Sigurdsson will entwickeln, und in Deutschland hat er so rasant entwickelt, dass er sein Wirken möglicherweise als abgeschlossen empfindet.

Bange muss einem um den deutschen Handball dennoch nicht sein. Der Nachfolger steht schon in den Startlöchern. Sigurdssons Landsmann Gudmundur Gudmundsson hört im Sommer als Nationaltrainer Dänemarks auf. Wahrscheinlich kein Zufall. Und er weiß, wie man große Turniere gewinnt. In Rio führte Gudmundsson Dänemark zu Olympia-Gold. Das darf er gerne 2020 in Tokio mit Deutschland wiederholen, während Sigurdsson dann Gastgeber Japan fit für den großen Wurf machen soll. Im Welthandball gilt anscheinend: Hauptsache Island!

von Holger Schmidt

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