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Genie-Streich

Einwurf Genie-Streich

Zwei Trainer haben dieser Bundesliga-Saison ihren Stempel aufgedrückt. Zum einen Münchens Meistermacher Jupp Heynckes. Und zum anderen Christian Streich, der den SC Freiburg in den Europacup geführt hat.

Marburg. Die Schale ist also zurück in München. Nach zwei Jahren Abstinenz feiert der deutsche Rekordmeister seinen 23. Titel. Ganz klar: Trainer Jupp Heynckes hat Großes geleistet. Und er hat ja noch zwei Chancen, weiter an seinem Denkmal zu bauen. Sollte er tatsächlich auch noch den DFB-Pokal und die Champions League gewinnen, muss sich sein Nachfolger Pep Guardiola gewaltig strecken. Wie sollte es denn dann noch besser werden?

Müsste ich einen Trainer des Jahres wählen, würde meine Wahl trotzdem nicht auf Heynckes fallen. Denn Großes geleistet hat mit einem vergleichsweise winzigen Etat auch Christian Streich. Zugegeben: Der Vergleich geht in die Äpfel-und-Birnen-Richtung. Die Ansprüche und somit auch der Druck sind beim FC Bayern nun einmal ganz anders als beim SC Freiburg. Trotzdem beeindruckt die Geschichte des Typen Streich, der eine fast schon abgestiegene Mannschaft übernahm, sie mit einer klaren Philosophie, jungen Spielern und erfrischendem Fußball souverän zum Klassenerhalt führte. Jetzt wartet Europa. Bei einem Sieg gegen Schalke spielen die Freiburger gar in der Champions-League-Qualifikation. Unglaublich! Allerdings fordert der Erfolg seinen Tribut, der personelle Aderlass ist groß. Kommt also der Absturz? Ich wäre mit solchen Prognosen vorsichtig. Es könnte sein, dass in der kommenden Saison der nächste Genie-Streich folgt.

von Holger Schmidt

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