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Gedankenspiele

Einwurf Gedankenspiele

Das Urteil des Mainzer Arbeitsgerichts rüttelt eine ganze Branche auf. Die zentrale Frage lautet: Sind Fußballprofis genauso zu behandeln wie andere Arbeitnehmer auch?

Marburg. Das Gericht entschied mit „Ja“ - womit die Bundesligisten nicht einverstanden sind. Die Argumente der Clubs sind ja auch nachvollziehbar. Natürlich gehen Profis nicht mit Mitte 60 in Rente, sondern meistens mit Mitte 30. Zumindest die guten Kicker profitieren dabei von den befristeten Verträgen, können sie die Vereine in Verhandlungen doch prima gegeneinander ausspielen und so ihr Gehalt in die Höhe treiben.

Aber für den Fall der Fälle mal ein kleines Gedankenspiel: Würden die Bayern Franck Ribéry ein Jahresgehalt von kolportierten 10 Millionen Euro zahlen (können), wenn sie den Franzosen nicht nur für ein paar Jahre, sondern bis ins Rentenalter binden müssten? Oder für die kleinen Vereine: Könnten die sich dann immer noch erlauben, massenweise „Billigprofis“ zu holen in der Hoffnung, dass ein Volltreffer dabei ist? Man wird die Fehlgriffe eben nicht mehr so leicht los. Die Spreu würde sich vom Weizen trennen. Auf den Fußball käme eine spannende Zeit zu.

von Holger Schmidt

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