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Ewig war gestern

Einwurf Ewig war gestern

Der „ewige Oka“ ist nun also in Frankfurt Geschichte. Seit 22 Jahren gehörte der Torwart zum Inventar der Frankfurter, erlebte Höhen und Tiefen, Aufstiege und Abstiege.

Marburg. Eine Saison ohne Nikolov ist für die Fans eigentlich kaum vorstellbar und so freute sich die Mehrzahl der Anhänger, dass der Vertrag mit dem Routinier jüngst um ein Jahr verlängert wurde. Klar, nicht als Stammkeeper. Dafür hat die Eintracht ja in Kevin Trapp eine starke Nummer eins, die das geschafft hat, was seine Vorgänger jahrelang vergeblich versucht hatten: an Nikolov vorbeizukommen. Doch auf den 39-Jährigen, außerhalb Hessens meist unterschätzten Schlussmann war stets Verlass. So auch in der abgelaufenen Saison, als er nach Trapps Verletzung dazu beitrug, die Europa-League-Qualifikation zu sichern. Der Wechsel in die USA kommt gerade zum jetzigen Zeitpunkt überraschend. Ganz freiwillig wird Nikolov - allen Beteuerungen zum Trotz - nicht gegangen sein. Hätte ihm die Eintracht eine Perspektive nach der Profizeit geboten, wäre der „ewige Oka“ wohl tatsächlich auf ewig Frankfurter geblieben. In Zeiten, wo vereinstreue Identifikationsfiguren rar geworden sind, hätte dieses Zeichen dem Verein gut zu Gesicht gestanden.

von Holger Schmidt

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