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Es geht nicht nur um Schneider

Einwurf Es geht nicht nur um Schneider

Ist Thomas Schneider nur noch ein Trainer auf Zeit? Gestern jedenfalls steckte der Vorstand des VfB Stuttgart seine Köpfe zusammen - und beschloss, dass der Coach trotz acht Niederlagen in Serie bleiben darf.

Marburg. Eine überraschende Entscheidung. Denn unmittelbar nach der 1:2-Niederlage in Frankfurt - und eigentlich schon nach den 1:4-Pleiten gegen Augsburg und in Hoffenheim sowie dem 1:2 gegen Hertha - gingen die Spekulationen über den möglichen Nachfolger los. Spätestens als Sportdirektor und Schneider-Befürworter Fredi Bobic am Sonntag von seiner Jobgarantie für den Trainer abgerückt war und „nichts mehr ausschließen“ wollte, schien die Trennung nur eine Frage der Zeit zu sein.

Jetzt hat Thomas Schneider eine weitere Chance bekommen. Gegen Schlusslicht Braunschweig muss der VfB jedoch gewinnen. Ansonsten wäre es das wohl wirklich für den 41-Jährigen. Aber selbst bei einem Sieg säße Schneider nicht fest im Sattel. Bei jeder weiteren Niederlage würde die Diskussion wieder entfacht.

Dabei bewahrt er anscheinend eine stoische ­Ruhe. Genau der richtige Weg, um den Druck auf sich zu lenken und von seiner jungen Mannschaft fernzuhalten. Dass diese nach der Verjüngungskur vor der Saison im Abstiegskampf Nervenflattern zeigt, ist nicht dem Trainer anzulasten. Zusammengestellt hat Bobic den Kader. Scheitert Schneider, ist auch Bobic gescheitert.

von Holger Schmidt

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