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Das ist keine Modeerscheinung Einwurf

von Michael E. Schmidt

Eine Werbung für den Fußball war das Confed-Cup-Finale allemal - aus sportlicher Sicht. Was sich jedoch abseits des Doppelpasses, der maßgeschneiderten Flanken und der schön herausgespielten Treffer abspielte, war mitunter unwürdig.

Marburg. Immer wieder feindeten sich diverse Spieler sowohl der brasilianischen als auch der spanischen Nationalmannschaft an, gingen aufeinander los oder attackierten den Schiedsrichter. Dieses Verhalten ist nicht neu, scheint aber inzwischen Gewohnheit auf den Fußballplätzen zu werden. Insofern kann von Vorbildern keine Rede mehr sein. Ganz im Gegenteil: Ein solches Auftreten färbt auch auf den Amateurfußball ab - teils mit fatalen Auswirkungen. Jüngstes Beispiel: Eine Schlägerei, ein Schwerverletzter und ein Polizeieinsatz sind die Folgen einer umstrittenen Entscheidung bei einem Turnier mit F-Jugendmannschaften. Auslöser der Prügelei am Sonntag war der Pfiff bei einem Spiel von Sieben- und Achtjährigen des SC Geislingen gegen den 1. FC Eislingen bei einem Turnier in Holzmaden (Kreis Esslingen). Doch gingen nicht die Kinder aufeinander los. Vielmehr gab es nach Polizeiangaben zunächst verbale Proteste von den Trainerbänken, dann mischten sich Zuschauer ein, und am Ende hätten 15 Personen mit Fäusten und Flaschen aufeinander eingeschlagen. Erst als die Beamten eintrafen, löste sich der Tumult auf. Unfassbar, aber Realität! Wann endlich erkennen die Verantwortlichen, dass Handgreiflichkeiten und verbale Attacken im Profifußball keine hinnehmbaren Modeerscheinungen sind?

von Michael E. Schmidt

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