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Einer muss der Erste sein

Leichtathletik-WM Einer muss der Erste sein

Ganz schön mutig, dieser Nick Symmonds: Der US-Amerikaner hat seine Silbermedaille über 800 Meter bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau seinen schwulen und lesbischen Freunden gewidmet.

Marburg. „Egal ob du schwul, hetero, schwarz oder weiß bist: Wir alle verdienen dieselben Rechte“, sagte der Mittelstreckenläufer. Er ist damit der erste Athlet, der das international umstrittene Verbot von „Homosexuellen-Propaganda“ in Russland offen kritisiert. Dort verbietet ein Gesetz seit kurzem, im Beisein Minderjähriger positiv über Homosexualität zu sprechen. Die Reaktionen im Westen waren bis hin zu Überlegungen gegangen, die Olympischen Winterspiele im kommenden Jahr in Sotschi zu boykottieren. Ein Schritt, der das Problem auch nicht im Ansatz lösen würde. Für seine Äußerung hat Symmonds viel Lob via Twitter erhalten. Wichtiger aber wäre es, wenn sich noch viele weitere Sportler - ob selbst homosexuell oder nicht - in ähnlicher Weise wie der US-Boy in der Öffentlichkeit äußern würden, um dem Protest eine breite Basis zu geben.

von Frank Steinhoff-Wolfart

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