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Einer für alle?

Einwurf Einer für alle?

Da kommt Arbeit auf Reinhard Rauball zu! Der alte und neue DFL-Präsident wird sich als Mittler zwischen den Fußballwelten wiederfinden. Schließlich geht es darum, die 1,2 Millionen Euro aus der Fernsehvermarktung gerecht unter den Profiklubs aufzuteilen.

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Marburg. Jeder will ein möglichst großes Stück vom Kuchen, der ja doch eher eine veritable Sahnetorte ist. Die Reichsten wollen noch reicher werden, die Ärmsten zumindest in die untere Mittelschicht aufsteigen. Die einen gehen mit dem schlichten Argument „England“ ins Verteilungstauziehen, die anderen prangern die Kluft an. Selbstverständlich nicht beachtend, dass die Kluft zwischen den Zweit- und Drittligisten ja auch immer größer wird.

Trotzdem würden Rauball und die DFL gut daran tun, die kleineren Vereine nicht nur mit Krümeln abzuspeisen. Schließlich sollte der sogenannten Solidargemeinschaft, in der letztlich jeder nur an sich denkt, daran gelegen sein, einen möglichst spannenden Wettbewerb anzubieten, um auch in Zukunft noch attraktiv für Zuschauer und - ja - Werbepartner zu sein. Eine Bundesliga, in der jedes Jahr Bayern Meister wird und die immer gleichen Vereine um die Plätze zwei bis vier spielen, wäre da kontraproduktiv. Nur: Von alleine werden die Champions-League-Vereine nicht auf die Idee kommen, Zugeständnisse zu machen. Da braucht es einen starken Mann an der Spitze. BVB-Mann Rauball ist gefordert und muss zeigen, dass er ein DFL-Präsident für alle ist.

von Holger Schmidt

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