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Eine gute Wahl

Einwurf Eine gute Wahl

Wenn zu nachtschlafender Zeit die Sommerspiele eröffnet werden, führen große Stars ihre Mannschaften ins Olympiastadion.

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Marburg. Michael Phelps trägt dann die amerikanische Fahne, Andy Murray die britische oder Rafael Nadal die spanische. Die deutsche Mannschaft wird repräsentiert durch einen Mann, der in Asien noch weit populärer ist als hierzulande. Timo Boll, einst Champions-League-Sieger mit dem TTV Gönnern, darf als Erster der schwarz-rot-goldenen Equipe einmarschieren. Es ist ein hervorragendes Zeichen in einer Zeit, in der der Sport in einer Glaubwürdigkeitskrise steckt. Der 35-Jährige, der nie Olympiasieger war und angesichts der chinesischen Übermacht im Tischtennis wohl auch nie werden wird, steht in besonders hohem Maße für Werte wie Respekt und Fairplay. So verzichtete er bei der WM 2005 im Achtelfinale freiwillig auf einen Matchball, weil er den Ball seines Konkurrenten an der Tischkante wähnte - und schied anschließend aus. Kein Zweifel: Der Sportsmann Boll ist eine gute Wahl ganz im Sinne der olympischen Idee.

von Holger Schmidt

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