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Einwurf

Ein starkes Stück Handball

Der Siegeszug der deutschen Handballer geht weiter. Plötzlich steht eine Mannschaft im Halbfinale, der vor dem Turnier kaum jemand Großes zugetraut hätte.

Marburg. Schließlich war das Team des isländischen Bundestrainers Dagur Sigurdsson mit reichlich Verletzungssorgen nach Polen angereist und dort hatte sich die Lage vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Dänemark nochmals verschärft. Doch unbekümmert und mit unbändigem Siegeswillen wuchteten sich die Deutschen ins Halbfinale und räumten dabei den EM-Favoriten aus dem Weg. Großen Anteil daran hatte das Trio der HSG Wetzlar. Jannik Kohlbacher konnte sich gegen die Dänen zwar nicht so sehr in den Vordergrund spielen wie in den bisherigen Partien. Dafür drehte Rückraumspieler Steffen Fäth als bester Schütze mit sechs Treffern mächtig auf. Und der Noch-Wetzlarer Andreas Wolff war in der heißen Schlussphase im Tor der DHB-Auswahl der Garant für den Sieg. Jetzt ist für das Team, das an die Wintermärchen-Weltmeister von 2007 erinnert, gar der Titel drin. Das würde sogar die direkte Olympia-Qualifikation bedeuten. So oder so, nach der EM wird es heißen: Es war ein starkes Stück Handball!

von Holger Schmidt


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