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Die Richtung stimmt

Einwurf Die Richtung stimmt

Das war selbst für Rudi Völler zu viel: Als Leverkusens Trainer Roger Schmidt in der 2:6-Klatsche bei Borussia Dortmund einen "guten Schritt in die richtige Richtung" und einen "sehr guten Auftritt" erkannt haben wollte, war es mit der Geduld des Bayer-Sportchefs vorbei.

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Gnadenlos

Marburg. Bis dahin hatte sich Völler immer schützend vor den Coach gestellt, so schlecht die Leistungen der hochwertig besetzten Mannschaft auch gewesen sein mögen. Immer wieder war zuletzt von Schicksalsspielen für Schmidt die Rede gewesen, doch jedes Mal hatte der Trainer den Kopf noch einmal aus der Schlinge gezogen. Und sei es auch mit einem gruseligen 1:0-Auswärtssieg in Überzahl beim ebenfalls kriselnden FC Schalke 04 gewesen.

Jetzt aber konnte sich Schmidt nicht mehr retten. Bei der deftigen Niederlage in Dortmund wurde deutlich, dass es ihm an einem Plan B fehlt. Selbst gegen eine besser besetzte Mannschaft rückte der Trainer nicht von seinem Konzept ab. Gnadenlos ließ Schmidt seine Elf mit frühem Pressing attackieren - und lief dem BVB und dessen flinken Offensivspielern damit ins offene Messer. Somit war das Spiel in der Tat ein Schritt in die richtige Richtung - aber nur für Bayer in der Trainerfrage.

von Holger Schmidt

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