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Die Polizei als Freund und Helfer?

Einwurf Die Polizei als Freund und Helfer?

Die Entscheidung von Ralf Jäger, künftig keine Polizeikräfte bei Heimspielen des FC Schalke 04 einsetzen zu wollen, sorgt für mächtig Zündstoff.

Marburg. Grund für die harte Reaktion des NRW-Innenministers (SPD) war die Kritik des Vereins am Polizeieinsatz in der Champions-League-Qualifikation gegen Saloniki. Die Schalker werteten den Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken in ihrem Fanblock, um eine Eskalation zu verhindern, als überzogen.

Am Mittwoch steht das Spiel in der „Königsklasse“ gegen Steaua Bukarest, am Wochenende das Schlagerspiel gegen Bayern München an. Und das sollen die vom Verein engagierten Sicherheits- und Ordnungsdienste alleine stemmen? Einerseits wird dadurch das Schreckensszenario eines rechtsfreien Raums geschaffen, vor dem die Politik immer gewarnt hatte. Ganz abgesehen davon, dass Jägers Reaktion von mangelnder Kritikfähigkeit zeugt. Andererseits können jetzt die (Ultra-)Fans zeigen, dass - wie oft von ihnen behauptet - die Polizei in der Vergangenheit eskalierend statt deeskalierend aufgetreten sei. Ein Spiel ohne Polizei und ohne Ausschreitungen würde die Diskussion wohl weiter anheizen.

von Holger Schmidt

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