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Der Sieger heißt Löw

Einwurf Der Sieger heißt Löw

Der Bundestrainer ist über seinen Schatten gesprungen. Zugegeben, ich hatte das nicht unbedingt erwartet. Und ich habe mich gerne geirrt.

Marburg. Lahm hinten rechts, noch dazu Klose im Angriff - man könnte sagen, Joachim Löw hat dem Druck der knapp 80 Millionen Bundestrainer nachgegeben. Löw hat dabei gewonnen, wenngleich er auch nicht mehr viel zu verlieren hatte. Hätte er an den vier gelernten Innenverteidigern festgehalten und Lahm im Mittelfeld belassen, hätte Fußball-Deutschland ihm Sturheit vorgeworfen. Hätte er trotz der Umstellungen verloren, wäre er als Umfaller bezeichnet worden.

Im Prinzip war der Spielverlauf sogar ideal für Löw. Denn die DFB-Elf steigerte sich im Vergleich zum Algerien-Achtelfinale zwar. Aber von einer Weltklasse-Leistung war sie noch ein gutes Stück entfernt. Man stelle sich vor, Deutschland hätte brilliert und die Franzosen klar besiegt. Die „Hab‘-ich-doch-gleich-gesagt“-Besserwisser wären aus den Löchern gekrochen. Stattdessen traf der einzige Dortmunder (Kritik: zu viele Bayern-Spieler), und das auch noch nach einem Freistoß (Standards waren ja vom Bundestrainer als besonders wichtig eingeschätzt worden). Also: Herzlichen Glückwunsch, Herr Löw!

von Holger Schmidt

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