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Der Nächste, bitte!

Einwurf Der Nächste, bitte!

Das 0:3 von Paris schlug den Bayern mächtig aufs Gemüt. Die Entlassung Carlo Ancelottis lag aber nicht nur an dem einen Spiel in der Champions League. Wenngleich sich viele Probleme daran aufzeigen lassen.

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Raus aus dem Fußball-Labor!

Marburg. Hummels und Boateng, Robben und Ribéry - tragende Säulen der vergangenen Jahre - saßen beim Prestigeduell draußen. Opfer der ständigen Rotation, die die Stars eigentlich bei Laune halten sollte, aber genau das Gegenteil bewirkte. Und so sah es auf dem Platz auch eher nach elf Individualisten, oft aber nicht nach einem Kollektiv aus. ­Ancelotti hat die Platzhirsche gegen sich aufgebracht, der Trainer demontierte sogar Thomas Müller öffentlich. Vielleicht hätten die Bayern-Bosse selbst das noch durchgehen lassen, wäre eine Weiterentwicklung erkennbar gewesen. Stattdessen geht es spielerisch bergab. Vorgänger Pep Guardiola räumte mit ermüdendem Ballbesitzfußball, brutalem Pressing und der Mithilfe unterwürfiger Bundesligakonkurrenten nationale Titel ab. International war diese Barcelona-Strategie aber längst überholt, weil von den Topklubs dechiffriert. Und so ersetzten die Bayern den abgehobenen Fußballphilosophen aus Spanien durch den lässigen Pragmatiker aus Italien mit dem Ziel, endlich wieder die Champions League zu gewinnen. Davon sind die Bayern so weit entfernt, dass nun der Nächste ran darf mit frischen Ideen. Vielleicht ja Thomas Tuchel. Oder doch Julian Nagelsmann?

von Holger Schmidt

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