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DFL ignoriert die Fans

Einwurf DFL ignoriert die Fans

Das Schreckensszenario droht für die Fußballfans schon ab der Saison 2017/18 Wirklichkeit zu werden: Die DFL will die Bundesliga-Anstoßzeiten aufweichen und die Spieltage noch weiter zerstückeln.

Marburg. Die Angst vor der Premier League, die fast viermal so viel an Fernsehgeldern einnimmt wie die Bundesliga, schlägt sich also im Spielplan nieder. Auf Kosten der Stadionbesucher, die von der Liga-Spitze und den Vereinsverantwortlichen aber anscheinend ohnehin nur als notwendiges Übel gesehen werden. „Sind wir mit Blick auf den neuen TV-Vertrag bereit, notfalls auch unpopuläre Maßnahmen zu ergreifen, um weiter die besten Spieler der Welt in der Bundesliga zu halten?“, hatte DFL-Boss Christian Seifert gefragt - und die Antwort nun selbst geliefert. Sie fiel aus wie zu erwarten.

Die Fans werden wieder mit einer Initiative wie „Pro Samstag 15:30“ protestieren. Sie werden wieder nicht erhört werden. Dabei sind es genau diese Fans in den Stadien, die die Bundesliga so einzigartig und attraktiv machen. Ihre Interessen werden aber von der DFL ignoriert und sogar mit Füßen getreten. Traurig.

von Holger Schmidt

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