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Chancengleichheit

Einwurf Chancengleichheit

Karl-Heinz Rummenigge erachtet die Champions League nach der Reform als gut aufgestellt. Angeblich würden vor allem Teams aus mittelgroßen Ligen profitieren, findet der Chef der Europäischen Club-Vereinigung. Das stimmt zwar - aber nur, wenn diese Teams auch ganz weit kommen.

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Marburg. Ja, die Meister aus Schottland und Bulgarien haben noch Chancen, sich für die Champions League zu qualifizieren. Die Aussage von Karl-Heinz Rummenigge als Vorsitzender der Europäischen Club-Vereinigung ist nicht zu widerlegen. Allerdings gibt es nach der Reform der Königsklasse nur noch sieben Plätze, die über die Playoffs ausgespielt werden. 25 sind fix vergeben, 16 davon an die vier Topnationen. Und durch die neue Einnahmenverteilung haben Celtic Glasgow und Ludogorets Razgrad tatsächlich Chancen, mehr Geld zu verdienen. Also theoretisch. Sie müssen eben einfach die Champions League gewinnen oder zumindest fünfmal hintereinander ins Halbfinale kommen, dann übertreffen sie das Weniger an Startgeld durch ein deutliches Mehr an leistungsbezogenen Prämien locker. Klingt doch fair, oder? Nur: Wahrscheinlich scheiden doch eher Celtic und Razgrad in der Gruppenphase aus und nicht Real Madrid. Oder Bayern München. Aber klar: Nach dem auf die Spitze getriebenen Kapitalismus-Denken der Champions-League-Granden heißt eine solche Reform eben mehr Chancengleichheit. So wie Sie, liebe Leser, und ich ja auch die Chance haben, Wimbledon zu gewinnen. Wir müssten halt nur Roger Federer schlagen. Möglich ist das: Schließlich geht es ja bei 0:0 los. So wie die Spiele Celtic gegen Real oder Razgrad gegen Bayern auch. Falls sich die Schotten oder die Bulgaren für die Gruppenphase qualifizieren, versteht sich.

von Holger Schmidt

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