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Einwurf Campeones

Von wegen "We are the champions"! Nach dem finalen Triumph in der Königsklasse stimmten die Spieler des FC Bayern im Wembley-Stadion fröhlich den spanischen Fußball-Gassenhauer "Campeones, campeones, olé, olé, olé" an.

Marburg. Sie werden es nicht bewusst gemacht haben, dennoch: Den FC Barcelona und Real Madrid dürfte das mächtig gewurmt haben. Schließlich haben sich die Bayern und auch die unterlegenen Dortmunder nicht irgendwie ins Endspiel gewurschtelt. Völlig verdient standen sich die beiden besten Vereinsmannschaften dieser Champions-League-Saison im Finale gegenüber und zeigten in 90 Minuten, warum man mit Fug und Recht von einer Wachablösung in Europa reden kann. Größten Respekt verdienten sich beide Teams in London: Die Bayern und speziell Arjen Robben, die die Niederschläge der letzten Endspiele offensichtlich noch stärker gemacht haben. Die Dortmunder für ihre couragierte Spielweise und ihr Trainer Jürgen Klopp, der menschlich weiter gereift scheint und sich als absolut fairer Verlierer erwies. Das Nachkarten zu den möglichen, aber nicht gegebenen Platzverweisen gegen Ribéry und Dante (Lewandowski hätte es auch treffen können) blieb aus. Das wäre dieses tollen Endspiels auch nicht würdig gewesen, das neben den Bayern einen großen Gewinner kannte: den (Bundesliga-)Fußball!

von Holger Schmidt

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