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Einwurf Außenseitertipps

Die eigentliche Überraschung wäre, wenn es heute keine Überraschung seitens Joachim Löw gibt. Seit der Heim-WM 2006 - damals noch unter Jürgen Klinsmann - gab es bei jedem großen Turnier Spieler im Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, mit denen niemand im Vorfeld wirklich gerechnet hatte.

Marburg. Zugegeben: David Odonkor war beim unvollendeten Sommermärchen der größte Paukenschlag. Was auch daran lag, dass seitdem wild darüber spekuliert wurde, wer denn nun „Mister X“ sein könnte. Wenn die Namen erst einmal öffentlich sind, ist der Überraschungseffekt halt nicht mehr so groß. Insofern würde die Berufung von Meyer, Arnold oder Volland, die alle drei bei ihren Vereinen in der Bundesliga mit teils herausragenden Leistungen in Erscheinung getreten sind, nicht sonderlich verblüffen.

Keine Form oder keine Fitness = keine WM - diese Formel hatte Löw selbst ausgegeben. Jetzt wäre es nur konsequent, wenn der Bundestrainer diesem Prinzip treu bleiben würde. Klose und Khedira als Führungsfiguren mitzunehmen, mag man noch so gerade nachvollziehen können. Aber Gomez? Der hat seit November mit Knieproblemen zu kämpfen. Und wenn Löw neben Klose unbedingt einen weiteren Stoßstürmer im Kader will, kann er ja mal bei Kießling anfragen - auch wenn der gerade einen Muskelfaserriss auskurieren muss. Oder er überrascht tatsächlich und beruft Kevin Kuranyi oder Patrick Helmes. Das sind allerdings wirkliche Außenseitertipps.

von Holger Schmidt

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