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Ausgerechnet

Einwurf Ausgerechnet

Die Lieblingsvokabel des Sportjournalisten ist "ausgerechnet". Sie betont, dass etwas ganz Besonderes passiert ist. Schließlich will der Schreiber den Leser ja nicht mit Alltäglichem langweilen, sondern mit spannenden Geschichten überraschen und unterhalten.

Marburg. Dieses Fußball-Wochenende war ein „Ausgerechnet“-Paradebeispiel. Das fing bereits am Freitag an. Da schickte sich der FC Augsburg an, seinen tollen Lauf fortzusetzen und den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze der Bundesliga zu schaffen. Und dann kam ausgerechnet der 1.FC Nürnberg, der seit dem 3.Spieltag auswärts nicht mehr gewonnen hatte, und riss die Schwaben aus allen Träumen. Da beendeten die Mainzer ihre fünf Partien dauernde Durststrecke ausgerechnet gegen den Champions-League-Anwärter Bayer Leverkusen. Da hatten die Fürther die Chance, sich doch noch einmal an den Relegationsplatz heranzukämpfen. Und versagten ausgerechnet gegen den direkten Konkurrenten 1899 Hoffenheim. Da lieferten die Schalker ausgerechnet im prestigeträchtigen Ruhrpottderby gegen Borussia Dortmund ihre - zumindest in der ersten Hälfte - beste Saisonleistung ab. Da waren ausgerechnet die in der Fremde harmlosen Düsseldorfer auf dem besten Weg, in der Münchner Festung etwas Zählbares mitzunehmen. Und dann machte ihnen ausgerechnet Jerome Boateng mit seinem ersten Bundesliga-Tor überhaupt einen Strich durch die Rechnung. Als Meister stehen die Bayern trotz der Patzer der Konkurrenz übrigens mathematisch noch nicht fest. Zwei Spieltage brauchen die Münchner mindestens noch, selbst wenn alles in ihremSinne laufen sollte. Ich hab’ das mal für Sie - na ja - ausgerechnet.

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