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Aus sechs mach vier

Einwurf Aus sechs mach vier

Die Moderatoren, Kommentatoren und Experten des Bezahlsenders Sky bemühten sich redlich, das sportlich selten so uninteressante "Gipfeltreffen" zwischen den als Meister feststehenden Bayern und den (fast) als Champions-League-Teilnehmer feststehenden Dortmundern mit Spannung und Brisanz aufzuladen. Zu diesem Zeitpunkt waren die wirklich wichtigen Partien des Bundesliga-Spieltags allerdings schon vorbei.

Marburg. Zwei große Gewinner taten sich dabei hervor: Der SC Freiburg und Hannover 96. Insbesondere für die Niedersachsen war der 2:1-Sieg im HSV-Duell gegen Hamburg eine Befreiung. Dabei störte es die 96er herzlich wenig, dass dem entscheidenden Treffer eine Abseitsstellung vorausgegangen war. Das Argument: Wir waren so überlegen, dass die drei Punkte trotzdem hochverdient waren. Die Hamburger schütteln dagegen den Kopf und fühlen sich um einen Zähler gebracht. Man kann beide Sichtweisen verstehen. Keine zwei Meinungen gibt es aber darüber, dass das Ergebnis großen Einfluss auf den Abstiegskampf hat. Denn Hannover dürfte aus dem Schneider sein, ebenso wie Freiburg nach dem 2:0 über Schlusslicht Braunschweig. Hamburg steckt mittendrin im Schlamassel, ebenso wie Nürnberg nach der zu erwartenden Pleite in Wolfsburg. Das Zitter-Quartett komplettiert der VfB Stuttgart. Ziemlich unnötigerweise, denn der Auswärtscoup in Mönchengladbach war zum Greifen nah. Doch auch Trainerroutinier Huub Stevens kann offenbar die Schwäche des VfB in den Schlussminuten nicht abstellen. So kommt man nicht unten raus.

von Holger Schmidt

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