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American Dream

Einwurf American Dream

Als Bastian Schweinsteiger in den Vereinigten Staaten ankam, stellte ihm ein amerikanischer Journalist eine skurril anmutende Frage: Ob sein Club Chicago Fire mit ihm Weltmeister werden könne.

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Etwas mehr als drei Monate ist das her. Seitdem hat Fire mit Schweini zehn Siege bei drei Remis und nur zwei Niederlagen geholt, nach 18 von 34 Spieltagen 37 Punkte auf dem Konto – und gerade Platz eins in der Eastern Conference der Major League Soccer erobert. Mehr als respektabel für einen Club, der in den vergangenen Jahren regelmäßig in den Tabellenniederungen rumkrebste. Von ganz unten nach ganz oben – ein amerikanischer Traum!

Der Aufschwung am Lake Michigan ist eng mit Schweinsteiger verbunden. Zwei Tore und fünf Vorlagen steuerte der 32-Jährige bislang bei – noch viel wichtiger sind seine Qualitäten als Anführer, wie Trainer Veljko Paunovic kürzlich hervorhob: „Seine Einstellung, sein Einsatz und sein Verlangen zu gewinnen und dabei andere mit seiner Erfahrung, seinen Ideen und seinem Wissen über das Spiel zu beeinflussen, ist unglaublich.“ Sogar die Meisterschaft scheint in Chicago kein illusorisches Ziel mehr zu sein.

Übrigens: Die erfolgreichsten vier US-Teams qualifizieren sich für die nord- und mittelamerikanische Champions League. Und deren Gewinner hat – hier die Ehrenrettung des amerikanischen Kollegen – eine Chance auf einen weiteren Titel: Er spielt bei der Club-Weltmeisterschaft mit.

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Von Redakteur Stefan Weisbrod