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Überraschendes Nachsitzen

Ortsdiener Karl Überraschendes Nachsitzen

Nachsitzen ist für keinen Pennäler schön, schon gar nicht, wenn die Extra-Stunde von keiner Lehrkraft angeordnet wurde und mutterseelenallein in einem verwaisten Schulgebäude abgesessen werden muss.

In diese Situation geriet ein neunjähriger Grundschüler in der Mittelpunktschule Wohratal. Der Knabe hatte sich zum Schulschluss mit einem Schulkameraden gezankt, geriet darüber mit dem Gang zur Toilette und dem Anziehen des Schneeanzugs zeitlich etwas in Verzug und fand die Schultür verschlossen vor. Das brachte seine Großmutter ziemlich auf die Palme, die mir die Geschichte steckte. Die Lehrerin habe abgeschlossen, ohne sich zu vergewissern, dass das Grundschulgebäude leer ist, schimpfte sie. Ihr Enkel habe geweint, geklopft und geschrien, berichtete die Frau, die zunächst vergeblich auf den Jungen wartete. Der Schulleiter höchstpersönlich befreite den Schüler, als er nach der 6. Stunde an dem Gebäude vorbeiging und das Klopfen hörte. Jetzt braucht es nur noch eine kleine Entschuldigung der Lehrerin bei der betroffenen Familie des Jungen, und der weihnachtliche Frieden ist gerettet. Nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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