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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

habe gelernt, dass Männer bei einem Umzug eigentlich nicht viel brauchen. Gut, der ein oder andere taucht bei solchen Aktionen in der schicken Arbeitslatzhose samt Flanellhemd auf und sieht aus wie ein Profi-Handwerker.

Andere zaubern auf einmal Arbeitshandschuhe aus ihren Hosentaschen, wahrscheinlich damit ihre zarten Hände auch nach dem kräftigen Zupacken noch weich wie Nektarinenhaut sind. Und dann gibt es natürlich welche, die überzeugen mit großer Klappe, zeigen dann Schwächen beim Anpacken und taumeln mit Was-auch-immer-sie-gerade-tragen auf jeden Fall gegen die nächste Wand und sorgen für Flecken oder gar Löcher in den Tapeten.

Doch eins haben scheinbar alle gemeinsam: Beim Essen und Trinken ist eigentlich kein Schnickschnack notwendig. Zu früher Stunde einen Kaffee und für den Flüssigkeitshaushalt ein bisschen Fruchtsaftschorle. Danach Mettbrötchen und Bier (wobei letzteres die Wege des Taumel-Trägers auch nicht gerader machten) . Womit wir beim magischen Wort „eigentlich“ wären. Schnickschack ist nämlich doch teilweise von Nöten: Der ein oder andere Herr hätte gerne Zwiebel auf dem Mett gehabt. Als würden vom Tragen schwitzende Männer nicht schon genug stinken …

Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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