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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

Katastrophen über Katastrophen. Die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest waren mal wieder entsetzlich.

Es fing beim „Tannebäumsche“ an. War mal wieder Zeit, für einen neuen Ständer. Entsprechend galt es, eine ganz neue Technik des Festmachens zu erlernen. Meine Liebste stand daneben und war der festen Überzeugung, dass der neue Ständer nicht halten könne, das Bäumchen jeden Augenblick umfallen müsse, ihren Helden mit den zwei linken Händen unter sich begraben und letztendlich auch das Ende des Abendlandes einleiten werde.

Doch Euer Karl behielt die Nerven - und der Baum steht. Nicht einmal die neugierige Schnüffelei des (Ab-und-zu-mal-Wach-)Hundes brachte ihn zum Kippen. Meine Wenigkeit konnte gerade noch verhindern, dass Bello mit einem beherzten Strahl sein neues Revier markiert. Wobei der Baum meine Hilfe aber scheinbar gar nicht gebraucht hätte. Genau da, wo Fiffi vor meinem beherzten Zugreifen gestanden hatte, landete nämlich eine Christbaumkugel, die zuvor noch still an einem Zweig gehangen hatte. Zufall oder Abwehrmechanismus?

Egal. Da wo eben noch die Scherben gelegen hatten, befindet sich nun ein kleiner Haufen Geschenke. Jede Menge wunderbar eingepackter Präsente in verschiedenster Form. Und mittendrin die Päckchen, die Euer Karl mit seinen zwei linken Händen unter Zuhilfenahme seines rechten (von oben gesehen - und nicht politisch gemeint) großen Onkels stümperhaft verschnürt hat.

Frage mich immer wieder, wie Menschen runde Gegenstände ganz wunderbar faltenfrei einpacken können. Bei mir sehen Geschenke immer so aus, als wäre der Baum wirklich draufgefallen und als hätte Wauzi daraufhin tatsächlich sein Geschäft darauf verrichtet.

Aber wisst Ihr was? Das ist doch alles völlig egal. Letztendlich ist alles irgendwie noch gutgegangen. Das Fest der Liebe ist gekommen - und wie die Geschenke von außen aussehen, ist eigentlich wumpe. Hauptsache, sie kommen von Herzen. Und das tun sie.

In diesem Sinne nix für ungut, alles Gute und frohe Festtage,

Euer Ortsdiener Karl

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