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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

Farbenlehre und Politik - das ist ja nun so eine Sache. Die meisten behaupten, in der ­Politik ließen sich die Farben nicht mischen. Andere sagen indes, Mischen sei überflüssig, weil Politiker ohnehin nur leere Versprechungen machten und daher maximal von Farbenleere die Rede sein könne.

Meine Wenigkeit weiß indes zu berichten, dass in Neustadt vieles möglich ist. Am Montag übten sich zwei Jungs zum Beispiel in Überlegungen zu einem fröhlichen Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel.

Zunächst versetzte Grolls Tommy seinen politischen Kontrahenten einfach mal unbewusst in die eigenen Reihen: Er sprach über schnelles Internet und bezeichnete den Carl-Bantzer-Weg, der scheinbar noch am Klingeldraht hängt, dabei als „schwarzes Loch“ Neustadts. Dann merkte er, dass dort Gatzweilers Hans-Gerhard, der oberste ­Sozialdemokrat der Stadt, wohnt.

Der wurde aus Showeffekten erst mal rot und kam später in der Sitzung auf den Bürgermeister zurück. Er lobte ihn für einen Antrag, der eigentlich aus seinem Federschmuck kommen sollte. „Aber so schnell kann man ja nicht sein“, betonte er und ernannte Grolli ehrenhalber zum „Häuptling rote Feder“ - womit „Häuptling dicker Biber“ endgültig der Geschichte angehören dürfte.

Merke: Wenn nicht gerade Wahlkampf ist, ergänzen sich die Neustädter ganz gut. In diesem Fall ergab sich ein gepflegtes schwarz-rot-gestreift - ganz so wie die Frankfurter Eintracht. Würde mal sagen: Das ist erstligatauglich.

Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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