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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

war ja eigentlich klar, dass es nach der neuesten Entscheidung der Amöneburger Stadtverordneten - dem Kulturspektakel ein Limit zu setzen - noch den ein oder anderen Seitenhieb gibt. Und dafür bietet sich der Karneval natürlich an.

Mäuschens Stephan, Obernarr aus Roßdorf, schmetterte nach der Rathauseroberung zum Beispiel: „Die hatte halt den Weg gewählt, und die Kosten einmal aufgezählt. Und das im Großen - mal ganz sachlich, die Kosten sind doch ganz beachtlich. Und dafür muss man - wie ich mein, nit unbedingt beleidigt sein.“ Mit dem Subjekt des Satzes „Die“ hatte der Mausebär, nur zur Erinnerung, die FWG gemeint - der er ganz zufällig auch noch angehört.

Ein Magistratsmitglied von einer anderen Fraktion hatte dann auch gleich eine Theorie aufgestellt, warum die neuen Orden der Stadt Amöneburg beim Seniorenfasching nicht ausreichten für die ganzen Roßdorfer Aktiven. Die FWG habe der Stadt bestimmt auch da ein Limit gesetzt.

Das ist ja mal eine Theorie. Halte sie allerdings für nicht ansatzweise realistisch. Die Fraktion kommt schließlich aus Mardorf und, Ihr wisst oder ahnt es bereits, aus Roßdorf. Und ins eigene Fleisch schneidet man sich doch nicht.

Bleibt also Raum für Spekulationen. Waren es vielleicht Narren aus Kirchhain, die in der Nachbarstadt ein bisschen Spektakel machen wollten und die Orden limitierten? Oder haben sich die Mardorfer Narren gerächt, weil die Roßdorfer sich weiterhin über ihre Probleme beim Aufbau von Bühnen lustig machten? Oder eine ganz verwegene Theorie: Die Stadt hatte die Vernunft regieren lassen und sich selber eingeschränkt.

Moment. Vernunft? Amöneburg? Jetzt werden die Theorien aber verwegen. Höchste Zeit für den Auszugsmarsch und ein „nix für ungut“.

Euer Ortsdiener Karl

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