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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

auf dem Dorf ist’s manchmal einfach schöner. Beim Einkaufen zum Beispiel geht es oftmals viel freundlicher und herzlicher zu. Und das auch, wenn man es mit Unbekannten zu tun hat.

Bestes Beispiel: War neulich in Mardorf einkaufen und kam mit vollen Händen an die Kasse eines Discounters. Vor mir: vier Frauen mit randgefüllten Einkaufswagen. Die Mädels sehen mich - und drei Sekunden später nahm mich bereits die Kassiererin in Empfang. „Ach, gehen Sie doch vor mit den paar Sachen“, hatte die Erste gesagt, und die anderen ließen sich davon inspirieren.

Zum Vergleich gestern in Stadtallendorf: Stehe an der Brottheke und warte geduldig. Da taucht plötzlich eine ältere Frau neben mir auf, stellt sich halb auf meinen Fuß und kreischt die Verkäuferin an, dass sie jetzt an der Reihe sei.

War am Überlegen, sie anzusprechen und auf ihre Unverschämtheit hinzuweisen. Sah aber davon ab - wollte schließlich nicht so ange­schrien werden wie die arme Bäckerei-Fachkraft. Mein Hinweis hätte wohl eh nix geändert. Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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Von Redakteur Florian Lerchbacher