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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

vor mir liegen Brief und Siegel, sonst hätte ich die folgende Geschichte auch nicht geglaubt. Aber: Sie ist wahr.

Geschehen ist‘s im Amöneburger Becken, wo ein holder Jüngling sich nach einem harten Tag voller schwerer Arbeit bei seiner Rückkehr nach Hause freute: Auf dem Herd wartete ein Topf auf ihn. Voller Essen. Der optischen Prüfung nach Leipziger Allerlei. Und seine Maid ist durchaus als gute Köchin bekannt!

Also setzte sich unser Held schwer geschafft an den Wohnzimmertisch und fing an zu spachteln. Ein wenig mehr Salz und Pfeffer waren vonnöten, dann ging des Topfes Inhalt ganz locker runter. Es war zwar nicht unbedingt das Meisterwerk seiner Liebsten, dachte sich der Kerl, aber immerhin konnte er sich mit vollem Bauch und Sättigungsgefühl erst vor und später in die Kiste knallen.

Und wisst Ihr was? Am nächsten Morgen gab es auch noch Lob! Von seiner Frau! Denn die freute sich, dass ihr Prinz endlich einmal ohne Murren den aus Essensresten bestehenden Kompost... nun ja, nicht unbedingt rausgetragen, aber zumindest „entsorgt“ hat. Übersehen konnte er ihn ja auch nicht: Stand schließlich auf dem Herd.

Was bin ich froh, dass sich unser Held sofort darum „gekümmert“ hat. Sonst wäre vielleicht etwas ungut geworden. In diesem Sinne,

Euer Ortsdiener Karl

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