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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

in Mardorf spielen sie derzeit Straßenbau-Jojo. Auf, zu, auf, zu heißt es in der Kirchhainer Straße. Die Nahwärmegenossen öffneten die Straße, um ihren Kram zu verlegen. Allerdings hatten sie falsche Angaben erhalten, wo die Wasserleitungen liegen.

Und natürlich: Sie zogen ihren Graben genau da, wo die Rohre den Igel machten und riefen: „Wir sind schon da.“ Der Fehler der Genossen war das aber nicht: Den hat die Stadt gemacht. Es gibt nämlich keinen genauen Informationen über die exakte Verlegung der Leitungen.

Egal: Rein mit dem Zeug. Eigentlich liegen die Wasserrohre ja tiefer, in der Straße. An der Stelle befinden sich die neuen Rohre nun halt auf gleicher Höhe.Geht laut Bürgermeister auch Dank alternativer Technik. Und schwupp, die Straße wieder zugemacht. Doch halt: Grafs Otmar reibt sich verwundert die Augen. Die Hausanschlüsse sind doch noch gar nicht gemacht.

Klingt zwar komisch, war aber so gewollt. Lehfelds Volker, der Oberguru des Bauamts, hat‘s erklärt: Wenn in der schmalen Straße der Graben geblieben wäre, hätte kein Bagger mehr durchfahren können, der die Hausanschlüsse freilegt. Und außerdem mussten ja alle Straßen zur Fronleichnams-Prozession begehbar sein, warf der Pletti ein.

Auch wenn‘s die Anwohner nervt: Von mir aus kann die Stadt da machen, was sie tun muss. Notfalls auch Straßenbau-Jojo spielen - solange die Kosten für die Hauseigentümer nicht steigen. Und das werden sie nicht. Der Bürgermeister hat‘s mir versprochen.

Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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Von Redakteur Florian Lerchbacher