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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

die gemeinsame Sitzung von Haupt- und Finanz- sowie dem Bauausschuss des Berges hättet Ihr erleben müssen. Die war an manchen Stellen echt unterhaltsam.

Fangen wir doch bei Wicherts Jan-Gernot an. Vor dem ersten Punkt der Tagesordnung hatten die Jungs und Mädels noch gewitzelt, dass es bei den Abstimmungen bestimmt Chaos geben würde. So kam es dann auch: Sechs Zustimmungen von fünf Hauptausschussmitgliedern - da war doch was falsch gelaufen. Der oberste Christdemokrat hatte aus Versehen seine Stimme im falschen Ausschuss abgegeben - wobei manche ja sagen, dass die Stimme eines Lehrers doch immer zählen sollte.

Nun gut. Rhiels Rudi, der Vorsitzende des Gremiums, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Wohl aber davon, dass diesmal kein charmantes junges Mädel neben ihm saß. Im Hauptausschuss ist Hetzers Sissy normalerweise die Schriftführerin. Die gemeinsame Sitzung begleitete jedoch Lehfelds Volker, der eigentlich Schriftführer im Bauausschuss ist.

Also Hahn statt Huhn. Womit wir bei Elmacis Sefa wären, dem Vorsitzenden des Bauausschusses, der auf der Homepage der Stadt übrigens in seinem Amt als Elmaci Elmaci geführt ist - aber das nur am Rande. Wollte mich doch auf die einzelnen Buchstaben konzentrieren. Hat er schließlich auch: Die Ausschussmitglieder mussten über den ersten Nachtrag zur Satzung der Feuerwehr abstimmen. Und zwar wegen einer weltbewegenden Veränderung: Die Abkürzung für die Feuerwehrorganisationsverordnung - ein Wort, das unbedingt abgekürzt werden sollte - heißt nun nämlich nicht mehr FwOVO sonder FwOV. Jetzt wird sogar schon an einzelnen Buchstaben gespart, kommentierte der Sefa. Dem übrigens der Rudi, der die Einleitung der Sitzung übernommen hatte, großzügig das Schlusswort überließ.

Das eigentliche Schlusswort sprach allerdings Webers Hartmut, der Richter-Plettenbergs Michael aufs Korn nahm. Der Bergkönig hatte mal wieder versprochen, sich kurzzufassen - und dann so lange erzählt, bis selbst der geduldigste Zuhörer vor Ermüdung mit dem Kopf auf dem Tisch aufschlug. Pletti darf jedenfalls morgen während des feierlichen Appells in der Schlossruine eine Rede halten - von maximal fünf Minuten Länge. Darauf müsse er sich wohl intensiv vorbereiten, kommentierte der Hartmut. 30 Minuten frei zu sprechen sei ja für ihn kein Ding, sich aber auf fünf Minuten zu beschränken - das wäre bestimmt schwer.

Apropos kurzfassen: Hat bei mir diesmal auch wieder nicht geklappt. Auszählen müsst Ihr mich dafür aber nicht. Das wird Orths Lisbeth mit Sicherheit tun. Das Magistratsmitglied schimpfte schon während der Ausschusssitzung mit mir, dass ich dauernd so viel erzählen würde. Soll nicht wieder vorkommen.

Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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Von Redakteur Florian Lerchbacher