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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

moderne Technik ist doch was Feines. Man kann von überall ins Internet. Man kann aus 1000 Kilometern Entfernung die Rollläden daheim runter­lassen. Man kann aber auch viele hundert Fotos machen, und überflüssige oder schlechte Bilder danach einfach löschen. Als wäre nix gewesen.

Die moderne Technik kann aber auch grausam sein. Freund Leuchtenbäumler trug am Samstag eine Kamera mit leerer Speicherkarte aber vollem Akku zur VfL-Sitzung. Dachte er zumindest. Und die Kamera scheinbar auch, denn das zeigte sie im Display an.

Nach drei Bildern änderte sie ihre Meinung jedoch und reduzierte die Anzahl der Balken beim Akku von drei auf zwei. Und wenige Minuten später auf nur noch einen.

Das war der Augenblick, wo der Angstschweiß beim Leuchtenbäumler zu laufen begann. Völlig zu Recht, wie sich kurz danach zeigte, denn dann stellte die Kamera die Arbeit ein. Was nun, fragte er sich, schaute sich um und entdeckte Dippels Michael. Einen Helden in schimmernder Rüstung, wie inzwischen bekannt ist, denn der Neustädter stellte bereitwillig seine Zweitkamera zur Verfügung. Und zwar eine, die er selbst noch nie genutzt hat.

Gut. Auch da stellten die Akkus eins und zwei sofort die Arbeit ein, doch Ritter Michael hatte vorgesorgt und noch einen dritten Akku in der Tasche. Da geht einer so richtig auf Nummer sicher! Frage mich an dieser Stelle, ob die Autos, die der Michael verkauft, auch gleich zwei Ersatzräder haben. Will aber nicht vom Thema abkommen: Fakt ist, dass Menschen selten so freigiebig sind, und ihr neues „Spielzeug“ mit anderen teilen. Beim Michael ist das anders - dafür ein dickes Lob.

Finde das supergut,

Euer Ortsdiener Karl

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Von Redakteur Florian Lerchbacher