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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

kleine Exkursion ins Englische: Das Wörtchen „well“ hat unglaublich viele Bedeutungen. Als Substantiv lautet die Übersetzung zum Beispiel Brunnen, Lichtschacht aber auch Bohrloch, als Adjektiv gut, gesund oder richtig, als Adverb geschickt aber auch tüchtig, als Phrase naja oder "hm" und so weiter und so fort. Finde, da kann man schon mal durcheinander kommen!

Und ähnlich ging es mir, als am Mittwoch die Rede von der „Farm der Tiere“ war. Hatte sie aus Versehen Welles‘ Orson zugeschrieben, der aber natürlich vornehmlich Regisseur und Autor war und mit seiner Verfilmung von Citizen Kane Berühmtheit erlangt hatte.

Solle mir doch mal den Unterschied zwischen Welles‘ Orson und Wells‘ H.G. erklären lassen, kommentierte ein Leser. Nun, spontan würde mir einfallen, dass dies zwei verschiedene Personen sind. Bei genauerem Hinsehen kommt heraus: Welles trug einst im Radio auf beeindruckende Weise Wells‘ „Krieg der Welten“ vor und versetzte die halbe Ostküste von Amerika in Panik. Mit dem Buch „Die Farm der Tiere“ hat er aber ebenso wenig zu tun wie Welles. Es stammt natürlich aus der Feder von Orwells George.

Eins haben die drei Personen gemeinsam: die kleine Silbe „well“ - und die kann ja auch schon als einzelnes Wort für Verwirrung sorgen. So wundert es also kaum, dass Wells, Welles und Orwell mal fluffig durcheinander gebracht wurden. Freue mich, dass es nicht nur mir so ging.

Und nix für unwell,

Euer Ortsdiener Karl

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