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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

würde heute gerne mit einer Belehrung beginnen: Schwimmer, kommst du nach Rauschenberg, glaube bloß nicht, du seist auf einer Alm.

Nein, es sind keine Kühe im Schwimmbad unterwegs - weder die schwarz-weißen auf der Wiese noch Seekühe im Wasser. Und doch kommt bei manchem Gast das Gefühl auf, in der Ferne zu sein - um genauer zu sein: in der Schweiz. Schuld daran ist eine Kuhglocke, mit der die Aufsicht die Gäste eine Viertelstunde vor Schließung dazu auffordert, das Wasser zu verlassen.

Von „Hells bells“ - also den „Höllenglocken“ - hat so mancher Rauschenberger Hardrock-Fan in Anlehnung an einen AC/DC-Song bereits gesprochen. Würde ja gerne noch ein Apostroph einfügen, dann wären es „Hell‘s bells“, was übersetzt so viel bedeutet wie Glocken der Hölle. Das wäre allerdings etwas beleidigend für Schmerbergs Sabine, die die Glocke mit ins Schwimmbad gebracht hat.

Damit wollte sie Gutes tun: Barths Marlon wirke immer so schüchtern und seine Stimme sei nicht laut genug, wenn er die Schwimmer zum Verlassen des Wassers auffordere. Zur Unterstützung wolle sie ihm eine „Bimmel“ mitbringen, hatte sie einst erklärt. Wenige Tage später tauchte sie (haha, Schwimmbadwitz!) dann mit der ausgewachsenen Kuhglocke auf - und löste damit einen echten Kult aus.

Die Stammgäste des Rauschenberger Schwimmbades weigern sich inzwischen nämlich, das Wasser zu verlassen, wenn Barths Marlon oder Köhlers Armin nicht die Kuhglocke schwenken. Tun bei ausschließlich mündlicher Aufforderung einfach so, als hätten sie nichts gehört. Großartig! Sage daher in Anlehnung an die neue Tradition: Muh nix für unmuh!

Euer Ortsdiener Karl

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