Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
LIEBE LEUTE,

LIEBE LEUTE,

wer die Ausschüsse in Amöneburg besucht, braucht eigentlich keinen Fernseher, denn oftmals wird Unterhaltung auf höchstem Niveau geboten.

Super ist schon mal, wenn Pletti gebeten wird, seine Rede bis zum Ende des Geläuts der Rathausglocken zu unterbrechen, weil er nicht zu verstehen ist - der Bergkönig diesem Wunsch aber nur für einen Schlag nachkommt und dann unbeirrt weiterreferiert.

Noch besser ist, wenn es zur Diskussion mit einem Stadtverordneten kommt - und beide Streithähne das Herz auf der Zunge tragen.

Greibs Peter ist so einer. Am Dienstag konfrontierte er den Bürgermeister mit einem Anliegen von Bewohnern des Berger Kappeweges, deren Straßenabschnitt seit Erschließung einer Stichstraße fast einen Meter höher liegt. Klingt vielleicht lustig, ist für die Betroffenen allerdings ziemlich doof. Vor allem für den, dessen Einfahrt sich nun weiteraus tiefer als die Straße befindet. Die Gründe für die höhergelegte Straße scheinen vielfältig zu sein. Hauptursache ist der Kanal. Gefälle, Entwässerungsregelung - was brachte Pletti nicht alles an, um das Handeln der für die Erschließung zuständigen Firma zu erklären. Vom Hölzchen kam er aufs Stöckchen, was Schicks Alfred nach einer Weile dazu bewog, ihm mitzuteilen, dass er kein Wort verstanden habe - was eigentlich für alle Ortsunkundigen galt.

Scheinbar haben sich die Wogen zwischen Anwohnern, Firma und Stadt jedenfalls glätten lassen. Die Diskussion zwischen dem Peterle und dem Michel würde aber wahrscheinlich noch heute andauern. Wenn, ja wenn Webers Hartmut nicht dazwischengegangen wäre mit dem Hinweis: „Ihr zickt euch jetzt seit einer halben Stunde an. Peter, merkst du nicht, dass du gegen eine Wand anrennst, die störrischer ist als ein Esel?“

Habe zwar bis jetzt nicht verstanden, was die Mardorfer damit zu tun haben, freue mich aber über das Versprechen des Bürgermeisters, dass die Anwohner in die Endausbauplanung mit einbezogen werden und mit ihrem Anliegen Gehör fanden.

Die Jungs und Mädels auf dem Berg wissen einfach, wie Kommunikation gemacht wird. Glockengeläut hin oder her. Und nix für ungut,

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Die Glosse