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Ein kleineres Übel

Ortsdiener Karl Ein kleineres Übel

kann meinem Kumpel nur auf die Schulter klopfen. Der hat nämlich festgestellt, dass es manchmal gut ist, sich bei der Wahl zwischen einer doofen und einer dummen Idee für das geringere Übel entschieden zu haben.

Der Kerl saß neulich an einem Strand, von dem er ein Foto gesehen hatte. Darauf zu sehen war eine Höhle - und die weckte seine Neugier. Problem eins: Er ist kurzsichtig und trug Brille statt Kontaktlinsen. Problem zwei: Die Wellen waren teils recht heftig. In die Höhle hineinschwimmen kam nicht in Frage, aber sehen wollte er sie unbedingt. Letztendlich entschied er sich, die neue Sonnenbrille mit Sehkraft anzuziehen - und nicht die alte, „normale“ Brille. Dann sprang er in die Fluten. Die Höhle sah er noch. Doch die Faszination war zu groß, uns so übersah er vor Begeisterung eine von hinten kommende Riesenwelle, die ihm die Sonnenbrille von der Nase schlug. Ärgerlich - ja. Aber immer noch besser, als wenn er sich anders entschieden hätte und heute mit Sonnenbrille durch die abendliche Finsternis schleichen müsste. Das wäre richtig blöde. Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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