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Chaos im Wald

Ortsdiener Karl Chaos im Wald

so eine Verkehrsfreigabe oder ein „Erster Spatenstich“ ist insbesondere in Wahlkampfzeiten für die Damen und Herren Politiker eine feine Sache.

Sie können sich werbewirksam in eigener Sache beim Sandschippen fotografieren lassen. So war gestern zum „Ersten Spatenstich“ für den Radweg zwischen Rosenthal und Langendorf gleich ein liberales Großaufgebot aus dem Frankenbergischen angerückt. Das hat auch funktioniert. Ansonsten lief die Veranstaltung, ich sag‘s mal mit den Worten vom Schröder-Gerd, eher „suboptimal“. Das fing schon mit der Anfahrt-skizze an. Ein Modell von der Sorte: Hoffentlich muss ich dich nie gebrauchen. Und es ging damit weiter, dass die Gastgeber offenbar nicht bedacht hatten, dass die vielen geladenen Besucher ihre Autos am Ort des Geschehens mitten im Burgwald abstellen wollen. Und das auf einem Waldweg, der kaum die Karosse des Staatssekretär fasste. Ihr ahnt es schon: Fast alle Autos standen in einer Reihe auf mitten dem Weg und versperrten den einzig möglichen Rückweg. Das führt zu volksfestartiger Stimmung, als das arbeitende Volk den Imbiss rechts liegen ließ und Richtung Arbeitsplatz aufbrechen wollte. Nichts ging. Die Fahrer mussten einzeln von den Buletten weggerufen werden und ihre Autos rückwärts über einen Kilometer Waldweg bugsieren. Mein Tipp für das nächste Mal: Sperrt den Weg einfach ab. Wer schippen kann, kann auch einen Kilometer laufen. Nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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