Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Terroristen dürfen nicht gewinnen

IS Terroristen dürfen nicht gewinnen

Ein Horrorszenario ist Realität geworden: Terroristen tarnen sich als Flüchtlinge. Die mutmaßlichen IS-Anhänger, die einen Anschlag in Düsseldorf geplant haben sollen, lebten in deutschen Flüchtlingsunterkünften.

Sie sind offenbar direkt von der IS-Führung beauftragt worden, einen Terrorangriff vorzubereiten. Beides hielten Politiker und Sicherheitsbehörden bis vor kurzem für unwahrscheinlich.

Siehste, wird jetzt mancher sagen, der immer schon gegen die Aufnahme von Flüchtlingen war. Asylgegner werden das Thema für ihre Zwecke zu nutzen versuchen - wie sie es schon nach den Übergriffen der Kölner Silvesternacht getan haben.

Doch so schockierend die neuen Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden sind: Es war und bleibt richtig, Flüchtlinge aufzunehmen. Und zwar aus drei Gründen:

Erstens stünde Deutschland auch im Fadenkreuz von Terroristen, wenn die Grenzen dicht wären. Es gibt nämlich auch potenzielle Attentäter, die aus Deutschland stammen und sich deshalb nicht als Flüchtlinge tarnen müssen.

Zweitens hat Deutschland die Pflicht, Menschen zu helfen, deren Leben bedroht ist. Und zwar nicht trotz des IS-Terrors, sondern gerade deswegen, weil viele Menschen vor der Terrormiliz geflüchtet sind.

Drittens dürfen die Terroristen ihr Ziel nicht erreichen. Terror bedeutet: Angst schüren. Experten wie Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, glauben: Der IS will gezielt Flüchtlinge in Misskredit bringen. „Dem muss man entschieden entgegentreten“, sagt Wendt zu Recht.

Gleichwohl müssen Behörden und Politik im Licht der neuen Erkenntnisse genauer hinsehen, wer ins Land kommt. Dies steht nicht im Widerspruch zur bereitwilligen Aufnahme von Flüchtlingen. Vielmehr ist es die notwendige Voraussetzung dafür, dass die Aufnahmebereitschaft hoch bleibt.

von Stefan Dietrich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Der politische Kommentar