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Offene Diskussion muss möglich sein

De Maizière Offene Diskussion muss möglich sein

Deutschland ist ein freies Land. Man kann die Auslandseinsätze der Bundeswehr ebenso ablehnen wie die deutschen Rüstungsexporte.

Man darf auch die Auffassung vertreten, dass die Nato aufgelöst oder die Bundesrepublik ihre Armee gleich ganz abschaffen soll.Aber es muss möglich sein, über alle diese Themen offen und ohne Einschüchterung zu diskutieren.

Dass Verteidigungsminister Thomas de Maizière jetzt an der Berliner Humboldt-Universität daran gehindert wurde, einen Vortrag über die gesellschaftliche Rolle der Bundeswehr zu halten, ist völlig inakzeptabel. Nicht einmal zu einer Diskussion waren die Protestierer bereit.

Auch wenn nicht klar ist, wie viele von ihnen Studenten waren, muss die Humboldt-Universität darüber nachdenken, wie sie die Redefreiheit in Zukunft gewährleisten kann. Schließlich sollte man sich auch an dieser Hochschule, die seit 2012 sogar ganz offiziell den Titel Elite-Universität tragen darf, an den berühmten Satz Voltaires erinnern, der als Freund Friedrich II. so oft in Potsdam zu Gast war: „Ich lehne Ihre Meinung ab, aber ich werde bis zum Ende dafür kämpfen, dass Sie diese Meinung frei sagen dürfen.“

von Joachim Riecker

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