Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Lohnende Förderung

Erasmus Lohnende Förderung

Die Austauschprogramme für junge Menschen haben sich längst zum Stützpfeiler der Europäischen Union entwickelt. Insofern ist es folgerichtig, dass die EU die Programme massiv aufstockt.

Ende der 80er-Jahre wurden die Erasmus-Studenten in Spanien spöttisch-liebevoll als „estudiantes orgasmus“ bezeichnet. Mittlerweile begeben sich Jahr für Jahr mehr junge Menschen auf Wanderschaft - mit durchaus ernst zu nehmendem Gewinn für die Entwicklung der Persönlichkeit, aber auch für den beruflichen Werdegang. Schließlich ist es in einer globalisierten Welt immer wichtiger, Fremdsprachen zu beherrschen und schon frühzeitig über den Tellerrand des eigenen Landes geschaut zu haben.

Doch auch für die EU ist die Beliebtheit der Austauschprogramme ein Gewinn. Schließlich kann nur zusammenwachsen, was sich kennt. Wie kaum eine andere politische Maßnahme haben die Erasmus-Stipendien die Arbeitsmobilität innerhalb der EU befördert.

Zu begrüßen ist, dass die Förderung leichter zugänglich gemacht wird. Die EU will ihre Austauschprogramme für Studenten, Schüler und Lehrlinge zusammenlegen. Überdenken sollte die EU allerdings die Höhe der Stipendien. Statt immer mehr junge Leute mit geringen Summen zu unterstützen, sollten die Stipendien die Zusatzkosten im Ausland abdecken. Das könnte man verbinden mit strengeren Auflagen - und würde damit auch gleichzeitig den Ruf der Stipendiaten als Party-Studenten aufbessern.

von Antje Schroeder

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Der politische Kommentar