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Ernstzunehmende Konkurrenz

AfD Ernstzunehmende Konkurrenz

Ob der 14. September 2014 in die Geschichte eingehen wird, wie die AfD am Abend der Wahlen in Brandenburg und Thüringen siegestrunken verkündete, ist noch nicht ausgemacht.

Aber die Perspektive ist da, dass sich die junge Partei dauerhaft etabliert.

Die Unterschiede zwischen Union und SPD verwischen, seit Angela Merkel die CDU konsequent in die Mitte gerückt hat. Das schafft viel Platz im rechten Spektrum, gerade in Zeiten einer Großen Koalition. Mit Slogans wie weniger Zuwanderung, mehr für Familien und Kampf der Kriminalität hat sich die Lucke-Partei breit gemacht - und nebenbei bei der braven Linkspartei gewildert, die im Osten längst nicht mehr als Protestpartei taugt.

Einfach ignorieren, das geht nicht mehr. Auch die SPD hat damit die Linke nicht niederhalten können. Darauf hoffen, dass sich die Aufsteiger selbst zerlegen wie die Piraten, ist auch kein Konzept, das Gleichsetzen mit der NPD schon gar nicht.

Die Parteien sollten den Neuling als das behandeln, was er ist: eine zwar populistische, aber ernstzunehmende Konkurrenz.

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