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Der Krieg klopft in Deutschland an

Terrormiliz IS Der Krieg klopft in Deutschland an

Wer mag es den Kurden verdenken, dass sie jetzt überall in Deutschland auf die Straße gehen? Das Schicksal ihrer von den IS-Barbaren verfolgten Landsleute in Syrien und dem Irak, die Bilder vom belagerten Kobane direkt an der Grenze zu einer untätig zuschauenden Türkei - all das wühlt auch viele Deutsche auf.

Bei den Kurden führt es zu Wut und Ohnmacht. Sie fühlen sich von der Welt - wieder einmal - verraten und verkauft. Wenn aus dieser Betroffenheit heraus Eisenbahngleise besetzt werden, wie im Hamburger Hauptbahnhof geschehen, dann ist das zwar selbstverständlich ein Rechtsbruch, der geahndet werden muss. Aber menschlich gesehen ist es ein Hilferuf, der verständlich ist.

Wenn aber mit brutaler Gewalt und sogar mit Waffen aufeinander losgezogen wird, hat das eine andere Qualität. Da gibt es kein Vertun: Dagegen muss sofort, konsequent und hart vorgegangen werden. Das ist auch die Linie der Polizei. Den Beamten gebührt Dank und Anerkennung dafür, dass sie ihren Kopf hinhalten und inmitten dieser Aggression unseren Rechtsstaat verteidigen. Zu befürchten ist leider, dass ihnen noch so mancher Einsatz dieser Art bevorsteht. Der blutige Feldzug der Steinzeit-Islamisten gegen Andersgläubige im Nahen Osten ist in Deutschland angekommen. Denn alle religiösen und ethnischen Gruppierungen, die dort in den Konflikt verwickelt sind, leben auch hier bei uns. Der ganz überwiegende Teil von ihnen hat kein Interesse daran, die Auseinandersetzung auch hier zu schüren. Aber einige Scharfmacher und Provokateure sehr wohl.

Zu finden sind sie vor allem unter den Anhängern der IS-Gotteskrieger. Je radikaler und gewalttätiger ihr Auftritt, desto größer die Anziehungskraft auf verwirrte Geister, die sie so für den angeblich heiligen Krieg gegen die Andersgläubigen rekrutieren. Und zugleich bringen sie die Kurden in Verruf. Deren Solidaritätskundgebungen mit ihrem drangsalierten, auf mehrere Staaten verteilten Volk werden dann nämlich diskreditiert. Ein perfides Vorgehen.

von Arnold Petersen

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