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Begleitung auf dem letzten Weg

Zehnjähriges Bestehen Begleitung auf dem letzten Weg

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in derkatholischen Kirche "Maria Königin" endeten die Feiern zum zehnjährigen Bestehen des Hospizdienstes "Immanuel".

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Pfarrerin Birgit Knöbel de Felice (von links), Pfarrerin Ulrike Scherf, Pfarrer Dr. Hermann-Josef Wagener und Pfarrer Matthias Ullrich predigen während des ­Jubiläumsgottesdienstes. Fotos: Ingrid Lang

Gladenbach.. „Zehn Jahre Hospizdienst ist ein Grund zum Feiern, aber ohne ehrenamtliche Helfer wäre dieser Dienst nicht möglich“, Dr. Hermann.Josef Wagener. Dies bedeute zehn Jahre Weggemeinschaft, bei der man Menschen kennengelernt und begleitet habe.

Im Februar 2004 wurde der Hospizdienst ins Leben gerufen. 2006 wurde mit Susanne Schneider die erste hauptamtliche Koordinatorin eingestellt, im Juni 2011 folgte mit Doris Pitzer eine die zweite.

Im November 2006 wurden die ersten 15 ehrenamtlichen Hospizhelfer eingeführt und die ersten Schwerstkranken begleitet. Bis heute konnte der Hospizdienst insgesamt 65 Hospizhelfer in den Dienst stellen. 2010 erfolgte der Umzug des Büros in die Teichstraße, und in Wallau wurde das Trauercafé als Angebot der Trauerbegleitung in Zusammenarbeit mit dem Hospizdienst und der Johanniter Unfallhilfe Marburg-Biedenkopf eröffnet. Seit April diesen Jahres gibt es als weitere Anlaufstelle für Trauernde das Café „Immanuel“ im Hotel Spies in Gladenbach.

Ein sehr gutes Leitwort stehe auf der Homepage des Hospizdienstes, das lautet „Du bist wichtig, weil du eben du bist“, betonte Pfarrerin Ulrike Scherf.

Der Dienst der Hospizhelfer sei für Betroffene und deren Angehörige von unschätzbarem Wert. Denn es sei wichtig, die letzte Lebensphase gemeinsam zu erleben, zu hoffen, zu bangen aber auch loszulassen. Durch die Lebensweisheiten werde man selber beschenkt, sagte Pfarrer Matthias Ullrich. Er richtete seinen Dank an alle Helfer und betonte, dass sich während der zehn Jahre Begleitung im Leben und Sterben viel geändert habe und man ein Stück näher zusammengerückt sei.

Nach dem Gottesdienst lud der Hospizdienst zu einem kleinen Empfang in die Unterkirche ein. Lob und Anerkennung zollte Bürgermeister Peter Kremer dem Hospizdienst für seine geleistete Arbeit. Das Ziel der Hospizarbeit sei erkennbar, denn Hospiz bedeute „Herberge“ und Immanuel stehe für „Gott mit uns“. Sie biete Begleitung bis hin zum Tod und darüber hinaus widme sie sich auch noch den Angehörigen.

Scherf lobte den guten Teamgeist im Hospizdienst, das Engagement der ehrenamtlichen Helfer sowie die hohe Professionalität der beiden Koordinatorinnen und das gute ökumenische Miteinander.

„Die Menschen werden mit viel Liebe und Fürsorge auf ihrem letzten Weg begleitet“, sagte sie. Heinz Kuhl vom Vorstand nutzte die Gelegenheit, auf die Veranstaltung „Einkauf bei Kerzenschein“ hin. Marburger Köche würden für den Hospizdienst kochen und die Gerichte zu Gunsten des Vereins anbieten.Zum Gelingen des Jubiläumsgottesdienstes trugen der katholische und der evangelische Kirchenchor unter der Leitung von Rudi Richter bei. Musikalisch umrahmt wurde er zudem vom Saxophonquartett um Rudi Richter, Sylvie Hermann an der Querflöte, die den Chor begleitete, und Hartmut Koch an der Orgel.

von Ingrid Lang

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