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Zeitungs ABC

Zeitungen bilden den Nachwuchs eigenständig aus

Volontäre sind die Auszubildenden im Journalismus. Sie lernen das Handwerkszeug für Redakteure hauptsächlich im täglichen Geschehen bei Zeitungen, beim Rundfunk oder im Fernsehen. Sie lernen überwiegend bei der Arbeit, statt in der Schule.

Marburg. Eine gesetzlich geregelte Lehre gibt es im Journalismus nicht. Daher muss ein Volontär auch nicht in die Berufsschule, wie etwa bei einer Handwerksausbildung. Es gibt auch keine Zwischenprüfungen oder Abschlussprüfungen und dementsprechend auch keine Abschlussnoten. Ein Zeugnis bescheinigt dem Volontär zum Abschluss seine Ausbildung, seine Fähigkeiten und die Ausbildungsinhalte.

Die meisten Zeitungen legen Wert auf eine grundlegende, allgemeine Ausbildung ihrer Volontäre. So gibt es in Deutschland mehrere Einrichtungen, die nicht nur Weiterbildungskurse für Journalisten anbieten, sondern auch Kurse für
Volontäre. Dort lernen die jungen, angehenden Journalisten von Profis die Grundlagen, etwa den Unterschied zwischen
Reportage und Nachricht, sie lernen Glossen und Kommentare zu schreiben. Außerdem gibt es Kurse rund um den Online-Journalismus oder Foto-Journalismus und Videos und natürlich die rechtliche Seite.
Das Volontariat ist nicht gesetzlich, sondern nur im Tarifrecht geregelt.

Ein Volontariat muss mindestens 15 Monate andauern, in der Regel erstreckt es sich auf zwei Jahre. Die OP bildet ihren Redakteursnachwuchs drei Jahre aus.
Auch die Inhalte der Ausbildung sind geregelt. Die Volontärskurse an einer Journalistenschule gehören dazu. Es gibt aber auch Volontariate in PR-Agenturen oder bei Buchverlagen. Dort gibt es keinerlei Regelungen für die Ausbildung – auch keine im Tarifrecht.

Viele Zeitungen setzen bei der Einstellung eines Redakteurs ein abgeschlossenes Volontariat voraus. Da es aber keine gesetzlichen Regelungen gibt, können auch talentierte Quereinsteiger ohne Volontariat als Redakteure arbeiten.
Volontäre gibt es aber nicht nur bei Zeitungen: Im Bereich der Denkmalpflege und der Arbeit in Museen werden häufig Volontariate angeboten. Sie gelten nach dem Studium oder sogar der Promotion als Einstieg in eine Berufslaufbahn bei Museen oder Denkmalämtern.

Der Begriff Volontär bezeichnet im ursprünglichen Sinne
einen freiwilligen und zeitlich beschränkten Dienst. Das Wort stammt aus dem Französischen, wo „Volontaire“ soviel wie „Freiwilliger“ bedeutet. Im Englischen findet sich das entsprechende Wort ebenfalls: „volunteer“. Ein Studium des Journalismus an einer Journalistenschule ersetzt in der Regel das Volontariat.

von Patricia Grähling


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