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Mit meinen Augen

Sonne erhellt die sagenumwobene Wolfskapelle

Die Wolfskapelle in Friebertshausen ist der Lieblingsort von Petra Schymura. Sie nennt sie liebevoll "mein Wolfskapellchen", denn dort findet sie immer wieder Ruhe und Frieden abseits des hektischen Alltags - und auch Erinnerungen an eine heile Kinderwelt.

Friebertshausen. „Früher hat mir meine Großmutter die Legende um die Wolfskapelle erzählt. Heute hören meine Enkelkinder genauso gespannt zu, wie ich damals und immer wieder mal besuchen wir den Ort zusammen“, erzählt Schymura.

Das Kalb soll den Wolf erschlagen haben

Der Sage nach hat ein Metzger aus Gladenbach im Jahr 1628 ein Kalb an die geöffnete Kirchentür gebunden. Ein Wolf kam und wollte das Kalb reißen. Er verfehlte das Tier aber und sprang durch die offene Tür in die Kapelle hinein. Das Kalb unterdessen wollte sich losreißen, hob dabei die Kirchentür aus den Angeln und erschlug damit den hungrigen Wolf.

Die Wolfskapelle in Friebertshausen ist ein gotischer Kirchenbau, vermutlich aus dem 12. Jahrhundert. Ungewöhnlicherweise steht sie nicht mitten im Dorf, sondern etwa 500 Meter außerhalb. Ungewöhnlich ist auch, dass es keine frühen schriftlichen Erwähnungen des Gebäudes gibt. Der erste Hinweis findet sich im 16. Jahrhundert, sicher ist jedoch, dass der Bau wesentlich älter sein muss. Eine der Glocken trägt zudem die Jahreszahl 1486 in der Inschrift. Und es gibt eine weitere Ungewöhnlichkeit: nämlich dass damals in Friebertshausen überhaupt eine Kirche gebaut wurde – wo das Dorf damals nur aus sechs Haushalten bestanden hat.

Friebertshausen ist heute ein Stadtteil von Gladenbach. Erstmals erwähnt wurde der Ort bereits im Jahre 1324. Damals gehörte das Dorf zum Amt Blankenstein und hieß noch Fridebrateshusen.

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von Patricia Grähling


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