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Persönlich

Schmidt "muss was mit Maschinen machen"

Das Arbeitsamt bescheinigte Manfred Schmidt, dass er mit Maschinen arbeiten sollte. Also lernte er Schriftsetzer. Heute arbeitet er vor allen Dingen am Computer.
© Yannic Bakhtari

Marburg. Name: Manfred Schmidt
Alter: 58
Wohnort: Marburg
Familienstand: verheiratet, 1 Kind
Erlernter Beruf: Schriftsetzer
Bei der OP seit: 1974
Werdegang bei der OP: Akzidenzsatz (Bleisatz), Anzeigensatz (Bleisatz), Anzeigensatz (Fotosatz), Produktionssteuerung
Beruf heute: Mediengestalter

Eigentlich wollte Manfred Schmidt Technischer Zeichner werden, doch als er sich 1974 auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz machte, gab es so gut wie keine freien mehr. Beim Arbeitsamt machte er dann einen Test, der ihm bescheinigte: Er „muss was mit Maschinen machen“.

Gesagt, getan. Schmidt bewarb sich bei der Oberhessischen Presse für ein vierwöchiges Praktikum. Doch danach wieder eine Enttäuschung: Der Betriebsleiter sagte Schmidt, dass sie keine Drucker suchten. Zwei Tage später die Überraschung: Schmidt könnte eine Ausbildung zum Schriftsetzer absolvieren. „Das war nicht unbedingt das, was ich mir vorgestellt habe. Aber mein Vater sagte: ‚Du lernst Schriftsetzer, was du danach machst, ist mir egal‘. Der Spaß kam erst während der Lehrzeit.“ Drucker hätte ihm bestimmt besser gefallen, erzählt Schmidt, doch im Nachhinein war er froh über die Ausbildung. Vor allem seinen Ausbilder Junker hat Schmidt sehr gemocht: „Noch Jahre danach haben wir die ‚Junker-Fete‘ gefeiert. Er war super, ich hätte mir nie einen besseren Ausbilder wünschen können.“

Nach der Lehre arbeitete Schmidt über 30 Jahre lang im Schichtdienst, musste aus gesundheitlichen Gründen aber aussteigen. „Wenn Freunde was unternehmen wollten, konnte ich nie sicher zusagen.“ Aber dennoch hatte es auch Gutes: „Ich konnte viel mit meiner Tochter unternehmen, vormittags mal ins Schwimmbad gehen und vieles mehr.“ Seit nunmehr 20 Jahren produziert er bei der OP die digitalen Spiegel, Umbrüche, gibt Seiten aus und kontrolliert sie. Dabei sei es „außergewöhnlich, dass unter den Kollegen noch nie ein böses Wort gefallen ist“.

von Yannic Bakhtari


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