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Schlechte Blätter flogen aus dem Zug

Das wäre mal einer Schlechte Blätter flogen aus dem Zug

Horst Hosak ist in Stadtallendorf bekannt wie ein bunter Hund, denn er ist in vielen Vereinen engagiert. Obwohl er nun in Alsfeld wohnt, ist er immer beim Skatclub und den Fußballern dabei.

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Horst Hosak ist begeisterter Skatspieler. Und er mag Fußball, Tischtennis, die DLRG. Selbst nach seinem Umzug nach Alsfeld ist er in Stadtallendorf noch im Vereinsleben aktiv.

Quelle: Patricia Grähling

Stadtallendorf. „Geselligkeit gehört zum Leben dazu“, sagt Horst Hosak schlicht. Deshalb engagiere er sich seit vielen Jahrzehnten in so vielen Vereinen.

Der 76-Jährige mischt gerne mit – und das im wortwörtlichen Sinne: Am liebsten spielt er Skat. Deswegen ist er im Skatclub Stadtallendorf seit 1980 dabei. Seit 1992 ist er dort Schriftführer und Pressewart. Und obwohl er seit vier Jahren in Alsfeld bei seiner Lebensgefährtin wohnt, fährt er zu beiden Spieltagen des Skatclubs. Dann geht es immer in das Spiellokal in Erksdorf.

„Leider haben wir keine Nachwuchs-Spieler“, bedauert Hosak. Bis vor wenigen Jahren hat er noch regelmäßig mit Begeisterung Turniere ausgerichtet: Die Stadtmeisterschaften und Kreismeisterschaften im Skat haben regelmäßig unter seiner Führung stattgefunden.

Maßgeblich beteiligt war er auch an der Ausrichtung eines großen Skatturniers zum Hessentag in Stadtallendorf. „Es waren mehr als 260 Teilnehmer aus ganz Deutschland dabei“, erinnert Hosak sich gerne zurück.

„Ich spiele einfach gerne“

Er selbst schaffte es bereits zwei Mal zu den deutschen Meisterschaften und drei Mal zu den Spielen um den deutschen Pokal. „Mit dem Titel hat es aber nie geklappt“, bedauert er ein wenig. Dafür ist er in den vergangenen vier Jahren im Skatclub in Alsfeld zum Vereinsmeister gekürt worden.

„Ich spiele einfach gerne“, erklärt er seine Begeisterung für das Kartenspiel. Mit 15 Jahren habe er Bekannten immer beim Skatspiel zugesehen, bis sie es ihm beibrachten. Sie spielten die Karten im Zug nach Kirchhain. Dort besuchte Hosak die Handelsschule. „Wenn ich ein schlechtes Blatt hatte, habe ich die Karten auch mal aus dem Fenster geworfen“, erinnert er sich mit einem Lachen.

Neben dem Skat gilt Hosaks Leidenschaft vor allem dem Fußball: Er verpasst kaum ein Heimspiel der Eintracht Stadtallendorf. In der Fußballabteilung ist er seit mehr als 40 Jahren Mitglied, hat zehn Jahre im Förderverein die Kasse gemacht und Geld bei Sponsoren eingeworben.

Zuvor war er selbst aktiv: Als Fußballer in Neustadt. „Dort lebten wir ab 1945“, erzählt Hosak. Er stammt aus dem Sudetenland, wurde dort 1940 geboren. 1945 wurden sie vertrieben und fanden in Mittelhessen eine neue Heimat.

Hosak bedauert nur, dass die Eintracht Stadtallendorf den Aufstieg verpasst hat. „Aber auf ein Neues in der nächsten Runde“, fügt er hinzu. Bis dahin fiebert er lieber mit der Eintracht Frankfurt mit, die derzeit in der Relegation um den Klassenerhalt in der Bundesliga kämpft. Als Fußball-Fan freut sich der 76-Jährige natürlich auch auf die Fußball-EM.

„Ich arbeite lieber 
im Hintergrund“

Pünktlich zum Eröffnungsspiel kommt er aus dem Urlaub mit seiner Lebensgefährtin zurück, um es sehen zu können. „Ich hab ja nicht mehr viel zu tun. Da gucke ich auch möglichst alle Spiele“, erzählt er. „Der Spielplan hängt schon daheim an der Wand.“ Die Spiele der deutschen Nationalelf schaue er mit Freunden in einer Gaststätte.

Aktiv war Hosak übrigens auch als Tischtennisspieler im TTV Stadtallendorf und bei der DLRG. „Bei der DLRG war ich nur anfangs aktiv“, erinnert er sich. Er habe sich aber lieber um die Vereinsarbeit gekümmert.

„Ich arbeite lieber im Hintergrund und stehe nicht so gerne im Mittelpunkt.“ Mitglied ist er dennoch seit mehr als 40 Jahren, heute sogar das älteste Vereinsmitglied. Tischtennis habe er sogar mehr als 20 Jahre aktiv gespielt, bevor er in die zweite Reihe zurückgetreten ist.

Wer den 76-Jährigen nicht in einem der zahlreichen Vereine in Stadtallendorf getroffen hat, der kennt ihn von der Filiale der Sparkasse, in der er viele Jahre gearbeitet und auch junge Kollegen ausgebildet hat. „Ich besuche die Kollegen heute noch oft“, erklärt er. Und viele seiner ehemaligen Auszubildenden würden sich gerne an die Zeit in seiner Filiale zurückerinnern.

von Patricia Grähling

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